Grundsätze der Bildgestaltung

Tipp 1: Achte auf das Farbgewicht

Es gibt die Thematik des Farbgewichts: Wenn Du ein buntes Bild mit allen Farben in Graustufen umwandeln würdest, gäbe es von weiß bis schwarz viele unterschiedliche Graustufenschattierungen in denen sich die bunten Farben wiederfinden. Rot ist vor allem im Vergleich zu einem weißen Hintergrund eine eher schwere Farbe. Schwere Farben fallen nach der Logik der Schwerkraft nach unten und sollten im Bild dann auch unten angeordnet werden. Eine mögliche Lösung für schwer Farbflächen wäre, sie einfach unten festzulegen und alle anderen Elemente darüber auf z.B. weißem Hintergrund anzuordnen.

Tipp 2: Nutze die Blickführung um Bildbereiche besser anzuordnen

Die Blickführung bei Menschen der westlichen Welt ist erlernt und beginnt immer oben links und bewegt sich dann nach unten rechts. Das heißt im oberen Bereich liegt immer die erste Aufmerksamkeit. Allerdings sucht das menschliche Gehirn immer nach Mustern und lässt sich eher von bekannten Mustern und Themen wie z.B. Bilder von menschlichen Gesichtern oder Objekten einfangen, als von Zahlen oder Text Wüsten. Deshalb sind Bilduntertitel auch immer unter dem Bild – da die Aufmerksamkeit immer eher einem Foto oder Bild gilt, was der Mensch als erstes wahrnimmt und ihm die größte Aufmerksamkeit widmet. Den Text solltest Du dann immer als 2. und darunter folgen lassen.

Tipp 3: Folge den Linien

Gutes Design folgt Linien. Versuche deshalb, horizontale und vertikale Linien zu finden an denen Text und Bildobjekte beginnen oder enden. Auch den Text solltest Du immer entweder linksbündig, rechtsbündig oder zentriert anlegen. Keine freie Anordnung von zu viel Text, weil so das Gestaltungsraster (welches Linien folgt) durcheinander gerät und für Unruhe sorgt.